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	Kommentare zu: Märkte sind Gespräche	</title>
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		<title>
		Von: Marcus Raitner		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marcus Raitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 09:19:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2017/02/maerkte-sind-gespraeche/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=maerkte-sind-gespraeche/#comment-5435&quot;&gt;Kai&lt;/a&gt;.

Lieber Kai, das siehst du völlig realistisch. Leider. Vielerorts wäre man um die digitale Signatur schon froh. Die defizitäre Zusammenarbeit ist das eine, die verpassten Chancen das andere. Unternehmen, die intern Digitalisierung 0.5 leben, werden sich schwer tun in den digital vernetzten Märkten in denen Gespräche zwischen Menschen den Unterschied machen. Die gesamte soziale Kontaktfläche zwischen den Mitarbeitern und der Welt im Sinne neuer Chancen auszunutzen wird die hohe Kunst sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Kai.</p>
<p>Lieber Kai, das siehst du völlig realistisch. Leider. Vielerorts wäre man um die digitale Signatur schon froh. Die defizitäre Zusammenarbeit ist das eine, die verpassten Chancen das andere. Unternehmen, die intern Digitalisierung 0.5 leben, werden sich schwer tun in den digital vernetzten Märkten in denen Gespräche zwischen Menschen den Unterschied machen. Die gesamte soziale Kontaktfläche zwischen den Mitarbeitern und der Welt im Sinne neuer Chancen auszunutzen wird die hohe Kunst sein.</p>
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		<title>
		Von: Kai		</title>
		<link>https://raitner.de/2017/02/maerkte-sind-gespraeche/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=maerkte-sind-gespraeche/#comment-5435</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kai]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 06:38:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Marcus,
leider mache ich die gleiche Erfahrung. Ich habe teilweise den Eindruck, dass einige denken: &quot;Für die Digitaisierung sind andere Abteilungen zuständig, die irgendetwas machen, was die Kunden wahrscheinlich nicht brauchen. Digitalisierung ist ein Hype, der bald wieder vorbei ist.&quot; 
Ich erlebe Besprechungen, in denen ein Chef aus seinem Notizbuch vorliest und diverse an der Besprechung Teilnehmende versuchen dies in ihr Notizbuch einzutragen, um es dann Anderen wieder vorzulesen, die es dann wieder aufschreiben ... usw. 
Spannend ist, dass der Ursprung vieler dieser Informationen in digitaler Form vorlag, die aber ausgedruckt und dann mit einer Dokumentenkamera präsentiert wurden.

Oder: Bisher wurden Anträge, denen jemand zustimmen muss, von einer Sekretärin ausgedruckt, dem Chef in einer Mappe vorgelegt, von diesem unterschrieben, von der Sektretärin eingescannt und weitergeleitet - der von dir skizzierte Dreisprung. In der digitalen Form sieht das dann so aus: Ein PDF wird zum Verantwortlichen geschickt, der es öffnet, digital signiert, abspeichert und weiter leitet. Der Arbeitsaufwand für den Verantwortlichen ist deutlich gestiegen, der Aufwand der Sekretärin reduziert. Wenn jemand viele solcher Anträge unterschreiben muss, wir er an dieser Form der Digitalisierung keinen Spaß haben.
Spätestens jetzt sollte die Frage gestellt werden, ob dies ein &quot;Scheißprozess&quot; ist, der gerade digitalisiert wird. Diese Frage wird evtl. gestellt, da für die Beantwortung ab andere zuständig sind, die von ihrem Mindset noch in Hierachie und Papier denken, wird sich vermutlich nichts ändern. 
Die Digitalisierung gibt uns die Möglichkeit, in ganz anderer Form zusammen zu arbeiten. Diese Möglichkeiten zu nutzen verlangt aber, dass sich die Betroffenen intensiv mit der Thematik beschäftigen und neue Tools und Methoden lernen. Da die Arbeitsbelastung vieler Betroffener aber schon deutlich über 100% liegt, gibt es hierfür keinen Spielraum. Schlussendlich blockieren wir uns somit wohl selbst.

Sehe ich das zu pessimistisch? Hat jemand eine Idee, wie dieser Knoten gelöst werden könnte? Gibt es Erfahrungen?

Gruß

Kai]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Marcus,<br>
leider mache ich die gleiche Erfahrung. Ich habe teilweise den Eindruck, dass einige denken: „Für die Digitaisierung sind andere Abteilungen zuständig, die irgendetwas machen, was die Kunden wahrscheinlich nicht brauchen. Digitalisierung ist ein Hype, der bald wieder vorbei ist.“<br>
Ich erlebe Besprechungen, in denen ein Chef aus seinem Notizbuch vorliest und diverse an der Besprechung Teilnehmende versuchen dies in ihr Notizbuch einzutragen, um es dann Anderen wieder vorzulesen, die es dann wieder aufschreiben … usw.<br>
Spannend ist, dass der Ursprung vieler dieser Informationen in digitaler Form vorlag, die aber ausgedruckt und dann mit einer Dokumentenkamera präsentiert wurden.</p>
<p>Oder: Bisher wurden Anträge, denen jemand zustimmen muss, von einer Sekretärin ausgedruckt, dem Chef in einer Mappe vorgelegt, von diesem unterschrieben, von der Sektretärin eingescannt und weitergeleitet – der von dir skizzierte Dreisprung. In der digitalen Form sieht das dann so aus: Ein PDF wird zum Verantwortlichen geschickt, der es öffnet, digital signiert, abspeichert und weiter leitet. Der Arbeitsaufwand für den Verantwortlichen ist deutlich gestiegen, der Aufwand der Sekretärin reduziert. Wenn jemand viele solcher Anträge unterschreiben muss, wir er an dieser Form der Digitalisierung keinen Spaß haben.<br>
Spätestens jetzt sollte die Frage gestellt werden, ob dies ein „Scheißprozess“ ist, der gerade digitalisiert wird. Diese Frage wird evtl. gestellt, da für die Beantwortung ab andere zuständig sind, die von ihrem Mindset noch in Hierachie und Papier denken, wird sich vermutlich nichts ändern.<br>
Die Digitalisierung gibt uns die Möglichkeit, in ganz anderer Form zusammen zu arbeiten. Diese Möglichkeiten zu nutzen verlangt aber, dass sich die Betroffenen intensiv mit der Thematik beschäftigen und neue Tools und Methoden lernen. Da die Arbeitsbelastung vieler Betroffener aber schon deutlich über 100% liegt, gibt es hierfür keinen Spielraum. Schlussendlich blockieren wir uns somit wohl selbst.</p>
<p>Sehe ich das zu pessimistisch? Hat jemand eine Idee, wie dieser Knoten gelöst werden könnte? Gibt es Erfahrungen?</p>
<p>Gruß</p>
<p>Kai</p>
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