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	<title>
	Kommentare zu: Eigenverantwortung statt Gehorsam	</title>
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		<title>
		Von: Martin Bartonitz		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Bartonitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2020 18:40:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Marcus,

vielen Danke für Deine Sicht auf Selbstorganisation. Ich beobachte auch seit Beginn der Pandemie, wie wir seitens Politik und Medien mit Fakten versorgt werden, aber auch eben nicht versorgt werden. Peter Scholl-Latour sagte  zu seinen Journalistik-Studenten immer wieder: &quot;Schaut genau hin, wer am meisten beschimpft wird. Das sind in der Regel die Guten.&quot;. Und wenn ich mir dann anschaue, wie viel Beschimpfung gerade Jene erhielten, die auch auf die verschwiegenen Fakten hinweisen, so bemerke ich in diesen wirren Zeiten einen extremen Mangel an Debatte, die doch so notwendig ist, wenn komplexe Situation zu beleuchten sind. 

Da oben schrieb Jemand, dass der überweigende Teil der Menschen zu dumm sei und ihm daher Befehle zu erteilen seien, sprich er gehorche müssen. Dass dabei aber so viele Experten, die beitragen könnten, abgewürgt werden, kommt in dieser Sichtweise nicht mehr zum Tragen.

Inzwischen steht der PCR-Test ziemlich unter Feuer. Nächste Woche soll dazu in den USA eine Sammelklage eingereicht werden. Für Österreich steht ebenfalls eine solche Klage an. Wir dürfen gespannt sein, ob die notwendige Debatte dann doch noch in Gang kommt. Denn das ganze Pandemie-Konstrukt steht und fällt mit dem Blick auf eine valide Fallzahl.

Viele Grüße
Martin]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Marcus,</p>
<p>vielen Danke für Deine Sicht auf Selbstorganisation. Ich beobachte auch seit Beginn der Pandemie, wie wir seitens Politik und Medien mit Fakten versorgt werden, aber auch eben nicht versorgt werden. Peter Scholl-Latour sagte  zu seinen Journalistik-Studenten immer wieder: „Schaut genau hin, wer am meisten beschimpft wird. Das sind in der Regel die Guten.“. Und wenn ich mir dann anschaue, wie viel Beschimpfung gerade Jene erhielten, die auch auf die verschwiegenen Fakten hinweisen, so bemerke ich in diesen wirren Zeiten einen extremen Mangel an Debatte, die doch so notwendig ist, wenn komplexe Situation zu beleuchten sind. </p>
<p>Da oben schrieb Jemand, dass der überweigende Teil der Menschen zu dumm sei und ihm daher Befehle zu erteilen seien, sprich er gehorche müssen. Dass dabei aber so viele Experten, die beitragen könnten, abgewürgt werden, kommt in dieser Sichtweise nicht mehr zum Tragen.</p>
<p>Inzwischen steht der PCR-Test ziemlich unter Feuer. Nächste Woche soll dazu in den USA eine Sammelklage eingereicht werden. Für Österreich steht ebenfalls eine solche Klage an. Wir dürfen gespannt sein, ob die notwendige Debatte dann doch noch in Gang kommt. Denn das ganze Pandemie-Konstrukt steht und fällt mit dem Blick auf eine valide Fallzahl.</p>
<p>Viele Grüße<br>
Martin</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Martin Bartonitz		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7011</link>

		<dc:creator><![CDATA[Martin Bartonitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2020 18:26:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-7011</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7003&quot;&gt;Titus von Unhold&lt;/a&gt;.

Puh: &quot;Die meisten Bürger sind einfach zu dumm und müssen geführt werden.&quot; 
Wenn dem so ist, warum lassen wir dann diese Dummen überhaupt wählen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Titus von Unhold.</p>
<p>Puh: „Die meisten Bürger sind einfach zu dumm und müssen geführt werden.“<br>
Wenn dem so ist, warum lassen wir dann diese Dummen überhaupt wählen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Marcus Raitner		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7010</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marcus Raitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 18:57:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-7010</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7008&quot;&gt;Ansgar&lt;/a&gt;.

Lieber Ansgar, vielen Dank für deinen Kommentar, der fast schon ein eigener Blogpost ist. Für mich ist es keine Fragen, dass wir diese Krise &lt;strong&gt;nur&lt;/strong&gt; mit Eigenverantwortung und Selbstorganisation bewältigen können. Alle Maßnahmen stehen und fallen damit, dass die Bürger sie mittragen und das geht eben besser mit der Disziplin, die sich aus Überzeugung und Verständnis speist als mit Gehorsam aus Angst vor Disziplinierung. Man kann ja nicht alle Bürger permanent überwachen auch nicht, wenn man laut darüber nachdenkt, Fehlverhalten der Nachbarn bei doch ruhig bei der Polizei zu melden … 

Die bisherige Kommunikation der Regierung hilft meiner Meinung nach nicht diese Eigenverantwortung zu kultivieren. Kurzfristig mögen Befehle, Verordnungen und Appelle helfen; langfristig (und das meinte ich mit nachhaltiger Strategie) reicht das aber nicht. Die Widerstände, die wir beobachten (und ich meine nicht die aluthutragenden Verquerdenker) sind eine Konsequenz dieser Ansprache und des Versagens die Situation verständlich zu kommunizieren. 

Es ist nämlich leider nicht so einfach wie mit deinem Sturm. Die Situation ist weitaus komplexer und deshalb gehen die Interpretationen der Lage und der Maßnahmen auch auseinander. Die Situation ist aber ohne Frage ernst, da sind wir uns alle einig. Und weil sie so ernst ist, erwarte ich von unseren Experten und der Regierung auch, dass sie sich neben all den Maßnahmen auch überlegen, wie der Ernst der Lage möglichst gut erfasst werden kann. Bisher schauen wir nur auf die Sieben-Tage-Inzidenz und die hängt massiv von der Teststrategie und den Tests ab. Und da hätte ich genau diesselben Fragen, wie sie Simon Hegelich in seinem &lt;a href=&quot;https://politicaldatascience.blogspot.com/2020/11/der-gro-test-warum-eine-politik-die.html&quot; rel=&quot;nofollow ugc&quot;&gt;Artikel&lt;/a&gt; schön ausgearbeitet hat.

Gerade weil die Situation komplex ist, geht es nicht ohne Agilität. Und die verlangt ein empirisches Vorgehen und dafür brauchen wir eine gute Datenbasis. Wenn wir aber gleichzeitig mit den Maßnahmen wieder die Teststrategie ändern, wie jüngst wieder passiert, wie wollen wir jemals wissen, ob wir richtig unterwegs sind oder falsch abgebogen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Ansgar.</p>
<p>Lieber Ansgar, vielen Dank für deinen Kommentar, der fast schon ein eigener Blogpost ist. Für mich ist es keine Fragen, dass wir diese Krise <strong>nur</strong> mit Eigenverantwortung und Selbstorganisation bewältigen können. Alle Maßnahmen stehen und fallen damit, dass die Bürger sie mittragen und das geht eben besser mit der Disziplin, die sich aus Überzeugung und Verständnis speist als mit Gehorsam aus Angst vor Disziplinierung. Man kann ja nicht alle Bürger permanent überwachen auch nicht, wenn man laut darüber nachdenkt, Fehlverhalten der Nachbarn bei doch ruhig bei der Polizei zu melden … </p>
<p>Die bisherige Kommunikation der Regierung hilft meiner Meinung nach nicht diese Eigenverantwortung zu kultivieren. Kurzfristig mögen Befehle, Verordnungen und Appelle helfen; langfristig (und das meinte ich mit nachhaltiger Strategie) reicht das aber nicht. Die Widerstände, die wir beobachten (und ich meine nicht die aluthutragenden Verquerdenker) sind eine Konsequenz dieser Ansprache und des Versagens die Situation verständlich zu kommunizieren. </p>
<p>Es ist nämlich leider nicht so einfach wie mit deinem Sturm. Die Situation ist weitaus komplexer und deshalb gehen die Interpretationen der Lage und der Maßnahmen auch auseinander. Die Situation ist aber ohne Frage ernst, da sind wir uns alle einig. Und weil sie so ernst ist, erwarte ich von unseren Experten und der Regierung auch, dass sie sich neben all den Maßnahmen auch überlegen, wie der Ernst der Lage möglichst gut erfasst werden kann. Bisher schauen wir nur auf die Sieben-Tage-Inzidenz und die hängt massiv von der Teststrategie und den Tests ab. Und da hätte ich genau diesselben Fragen, wie sie Simon Hegelich in seinem Artikel schön ausgearbeitet hat.</p>
<p>Gerade weil die Situation komplex ist, geht es nicht ohne Agilität. Und die verlangt ein empirisches Vorgehen und dafür brauchen wir eine gute Datenbasis. Wenn wir aber gleichzeitig mit den Maßnahmen wieder die Teststrategie ändern, wie jüngst wieder passiert, wie wollen wir jemals wissen, ob wir richtig unterwegs sind oder falsch abgebogen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ansgar		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7008</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 15:24:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[PT 2

In diesem Fall haben wir es aber nicht mit einer Situation zu tun, in der das System nach reiflicher Überlegung zu der Überzeugung kommt, dass sich etwas ändern muss. Um bei deinem Bild des Kapitäns zu bleiben: Wir hatten es mit einem rasch aufziehenden Unwetter zu tun, dann folgten ein paar entspannte Sonnentage. Und jetzt kommt nochmal ein richtiger Sturm. Zufällig konnte ich bereits die Erfahrung machen, wie sich eine Segelcrew im Sturm auf dem Nordatlantik zu verhalten hat: Alle hören auf den Kapitän, auch wenn er nicht der freundlichste ist. Wenns vorbei ist, sind die harten Worte vergessen, dann kann wieder Selbstorganisation und Eigenverantwortung einkehren. Was zählt ist eben doch: Der Gehorsam. Oder in unserem Pandemiefall: auf Expertinnen sollte man hören. Wenn es vorbei ist kann man immer noch darüber streiten, was genau zu welchem Zeitpunkt wirklich nötig gewesen wäre.

Ich stimme dir in der Diagnose zu, dass sich Widerstand, Angst und Missmut in der Bevölkerung regt. Ich teile aber nicht deine Meinung, dass eine von grundauf falsche Kommunikation hauptursächlich dafür ist. Unsere freien Gesellschaften waren einfach zu keinem Zeitpunkt darauf vorbereitet, obwohl es mahnende Stimmen gab. Diese Pandemie negiert ziemlich viel von dem, was uns wichtig ist (Freiheit viele Dinge zu tun und zu sagen und dabei von möglichst niemandem gestört zu werden). 

Eine Reaktion auf das Erleben in der Pandemie ist verständlicherweise getrieben von Angst und Abwehr. Es führt aber in die Leere, wenn die handelnden und entscheidenden Personen alleinig dafür verantwortlich gemacht werden. Ursache sind eigentlich Existenzängste, die in einer konsumgetriebenen Gesellschaft bisher vorzüglich überlagert werden konnten von dem neuesten Dings und Bums.

Nach diesen Widerworten will ich noch mein aufrichtiges Interesse darüber zum Ausdruck bringen, was du über die augenscheinlichen Grenzen von Agilität denkst, die ich versucht habe aufzuzeigen. Inwiefern ist es möglich, in einem so vernetzten System in einer akuten existentiellen Krisensituation auf Eigenverantwortung und Selbstorganisation zu setzen? Stößt Agilität dort (zumindest temporär) an seine Grenzen? Oder ist Agilität immer ausschließlich die “beste Lösung” (Langfristig sicherlich, aber kurzfristig?)? Welchen Wert kann “Solidarität” (Ich würde diese Lesart gerne deinem “Gehorsam” entgegenstellen) im Kontext von agilen Systemen einnehmen?  

Es würde mich freuen, dazu ein paar Zeilen von dir zu lesen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PT 2</p>
<p>In diesem Fall haben wir es aber nicht mit einer Situation zu tun, in der das System nach reiflicher Überlegung zu der Überzeugung kommt, dass sich etwas ändern muss. Um bei deinem Bild des Kapitäns zu bleiben: Wir hatten es mit einem rasch aufziehenden Unwetter zu tun, dann folgten ein paar entspannte Sonnentage. Und jetzt kommt nochmal ein richtiger Sturm. Zufällig konnte ich bereits die Erfahrung machen, wie sich eine Segelcrew im Sturm auf dem Nordatlantik zu verhalten hat: Alle hören auf den Kapitän, auch wenn er nicht der freundlichste ist. Wenns vorbei ist, sind die harten Worte vergessen, dann kann wieder Selbstorganisation und Eigenverantwortung einkehren. Was zählt ist eben doch: Der Gehorsam. Oder in unserem Pandemiefall: auf Expertinnen sollte man hören. Wenn es vorbei ist kann man immer noch darüber streiten, was genau zu welchem Zeitpunkt wirklich nötig gewesen wäre.</p>
<p>Ich stimme dir in der Diagnose zu, dass sich Widerstand, Angst und Missmut in der Bevölkerung regt. Ich teile aber nicht deine Meinung, dass eine von grundauf falsche Kommunikation hauptursächlich dafür ist. Unsere freien Gesellschaften waren einfach zu keinem Zeitpunkt darauf vorbereitet, obwohl es mahnende Stimmen gab. Diese Pandemie negiert ziemlich viel von dem, was uns wichtig ist (Freiheit viele Dinge zu tun und zu sagen und dabei von möglichst niemandem gestört zu werden). </p>
<p>Eine Reaktion auf das Erleben in der Pandemie ist verständlicherweise getrieben von Angst und Abwehr. Es führt aber in die Leere, wenn die handelnden und entscheidenden Personen alleinig dafür verantwortlich gemacht werden. Ursache sind eigentlich Existenzängste, die in einer konsumgetriebenen Gesellschaft bisher vorzüglich überlagert werden konnten von dem neuesten Dings und Bums.</p>
<p>Nach diesen Widerworten will ich noch mein aufrichtiges Interesse darüber zum Ausdruck bringen, was du über die augenscheinlichen Grenzen von Agilität denkst, die ich versucht habe aufzuzeigen. Inwiefern ist es möglich, in einem so vernetzten System in einer akuten existentiellen Krisensituation auf Eigenverantwortung und Selbstorganisation zu setzen? Stößt Agilität dort (zumindest temporär) an seine Grenzen? Oder ist Agilität immer ausschließlich die “beste Lösung” (Langfristig sicherlich, aber kurzfristig?)? Welchen Wert kann “Solidarität” (Ich würde diese Lesart gerne deinem “Gehorsam” entgegenstellen) im Kontext von agilen Systemen einnehmen?  </p>
<p>Es würde mich freuen, dazu ein paar Zeilen von dir zu lesen!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ansgar		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7007</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2020 15:23:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[PT 1

Hallo Marcus, ich möchte ein paar kritische Punkte zu deinem Artikel anmerken. Zunächst wollte ich die entsprechenden Faktenchecks auffahren, doch Titus von Unhold hat das wichtigste bereits gepostet. 

Vorweg nur dies: So wie sich für mich die Lage heute darstellt, sind alle Fragen zum Thema Diagnostik und Teststrategie hinreichend geklärt. Alle Voraussagen zum Verlauf der aktuellen 2. Welle waren bereits im Frühjahr von allen relevanten Expert:innen vorausgesagt. Allein, man wollte nicht hören. Ebenso ist es mMn irrelevant darüber zu streiten, wie die exakte Verteilung von asymptotischen, leichten und mittleren Fällen gegenüber schweren Fällen ist. Die Messlatte dafür, wie gefährlich die Pandemie wirklich ist, ist die Belegung der Intensivbetten. Und die sind voll. Wir haben es also mit einer Pandemie zu tun. 

Über geeignete Maßnahmen und ihre Wirkung ließe sich bis vor ein paar Monaten auch noch diskutieren, aber da ist der Drops auch schon gelutscht. Wie mein Vorschreiber Titus von Unhold anmerkt: es sind die sozialen Kontakte, die die Pandemie treiben. Also müssen diese unterbunden werden. Nur wie? Und vor allem: Wie müsste in dieser Situation darüber kommuniziert und entschieden werden?

Als Agile-Fan folge deiner Arbeit und deinen Ausführungen stets mit Neugierde und bin dir dankbar für deine stets frische Impulse. Daher war ich auch sehr gespannt auf deine Kritik am Vorgehen der Regierenden. Ich muss gestehen, dass mich die Alternativen, die du in deinem Artikel aufzeigst, nicht überzeugen. 

Zunächst hakt es bereits bei deiner Einschätzung der derzeitigen Situation. Wir befinden uns nicht in einem Veränderungsprozess, der möglichst nachhaltig gestaltet werden kann. In “herkömmlichen” Transformationssettings gibt es zunächst ein Phase der Ist-Analyse, aus dieser werden dann mögliche Maßnahmen abgeleitet. Dann kann man anfangen das System danach auszurichten, am besten durch Selbstorganisation und Eigenverantwortung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PT 1</p>
<p>Hallo Marcus, ich möchte ein paar kritische Punkte zu deinem Artikel anmerken. Zunächst wollte ich die entsprechenden Faktenchecks auffahren, doch Titus von Unhold hat das wichtigste bereits gepostet. </p>
<p>Vorweg nur dies: So wie sich für mich die Lage heute darstellt, sind alle Fragen zum Thema Diagnostik und Teststrategie hinreichend geklärt. Alle Voraussagen zum Verlauf der aktuellen 2. Welle waren bereits im Frühjahr von allen relevanten Expert:innen vorausgesagt. Allein, man wollte nicht hören. Ebenso ist es mMn irrelevant darüber zu streiten, wie die exakte Verteilung von asymptotischen, leichten und mittleren Fällen gegenüber schweren Fällen ist. Die Messlatte dafür, wie gefährlich die Pandemie wirklich ist, ist die Belegung der Intensivbetten. Und die sind voll. Wir haben es also mit einer Pandemie zu tun. </p>
<p>Über geeignete Maßnahmen und ihre Wirkung ließe sich bis vor ein paar Monaten auch noch diskutieren, aber da ist der Drops auch schon gelutscht. Wie mein Vorschreiber Titus von Unhold anmerkt: es sind die sozialen Kontakte, die die Pandemie treiben. Also müssen diese unterbunden werden. Nur wie? Und vor allem: Wie müsste in dieser Situation darüber kommuniziert und entschieden werden?</p>
<p>Als Agile-Fan folge deiner Arbeit und deinen Ausführungen stets mit Neugierde und bin dir dankbar für deine stets frische Impulse. Daher war ich auch sehr gespannt auf deine Kritik am Vorgehen der Regierenden. Ich muss gestehen, dass mich die Alternativen, die du in deinem Artikel aufzeigst, nicht überzeugen. </p>
<p>Zunächst hakt es bereits bei deiner Einschätzung der derzeitigen Situation. Wir befinden uns nicht in einem Veränderungsprozess, der möglichst nachhaltig gestaltet werden kann. In “herkömmlichen” Transformationssettings gibt es zunächst ein Phase der Ist-Analyse, aus dieser werden dann mögliche Maßnahmen abgeleitet. Dann kann man anfangen das System danach auszurichten, am besten durch Selbstorganisation und Eigenverantwortung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Titus von Unhold		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7003</link>

		<dc:creator><![CDATA[Titus von Unhold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 14:50:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-7003</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7002&quot;&gt;Marcus Raitner&lt;/a&gt;.

Man könnte regionale(!) Übersterblichkeiten messen, dauerhafte Erwerbsminderung durch anhaltende Organschäden oder Frühverrentungen. Oder verlorene Lebensjahre. Das reflexhafte Entgegenhalten von wirtschaftlichen Schäden halte ich nicht nur für unethisch, sondern auch für dumm. Denn wer dauerhaft arbeitsunfähig oder verstorben ist, kann sowieso nicht am wirtschaftlichen Leben teilnehmen.

Die Politik hat leider zwei große Probleme: Zum einen dass es kein Handbuch &quot;Pandemie für Dummies&quot; gibt in dem man nachschlagen könnte was zu tun ist. So bleibt ihr nur auf Sicht zu fahren. Und das ist bisher eigentlich ganz gut gelungen. Zum anderen fehlt der Politik der Mut der Bevölkerung klar zu sagen was Phase ist.

Wir wissen nämlich ziemlich genau wie die Leute sich anstecken: Durch stehende Aerosole.

Und auch in welchen Situationen: Wenn die Leute sich vertraut sind und gesellige Runden ohne Abstand veranstalten.

Die Diskussion ob das nun in Schulen, auf Hochzeiten, Geburtstagen, im Theater, im Restaurant, auf der Arbeit oder im ÖPNV auf dem Weg dorthin passiert ist sinnlos. Wenn man den Leuten die Möglichkeit nimmt, ist die Ansteckungsgefahr auf jeden Fall gemindert. 

Ich bin mir absolut sicher dass ein Doktor in Physik dabei hilft Expotentialrechnung zu verstehen, man muss die Schlussfolgerung aber auch prägnant erläutern. Schließlich liest nicht jeder den RKI-Bericht und kann sich abstrakt vorstellen welche Schlussfolgerungen zu ziehen sind.

Würde täglich gesagt wir brauchen für die heutigen 20.000 Neuinfektionen in 30 Tagen ca. 1000 Intensivbetten und 3000 Überwachungsbetten, sähe die Welt vielleicht anders aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Marcus Raitner.</p>
<p>Man könnte regionale(!) Übersterblichkeiten messen, dauerhafte Erwerbsminderung durch anhaltende Organschäden oder Frühverrentungen. Oder verlorene Lebensjahre. Das reflexhafte Entgegenhalten von wirtschaftlichen Schäden halte ich nicht nur für unethisch, sondern auch für dumm. Denn wer dauerhaft arbeitsunfähig oder verstorben ist, kann sowieso nicht am wirtschaftlichen Leben teilnehmen.</p>
<p>Die Politik hat leider zwei große Probleme: Zum einen dass es kein Handbuch „Pandemie für Dummies“ gibt in dem man nachschlagen könnte was zu tun ist. So bleibt ihr nur auf Sicht zu fahren. Und das ist bisher eigentlich ganz gut gelungen. Zum anderen fehlt der Politik der Mut der Bevölkerung klar zu sagen was Phase ist.</p>
<p>Wir wissen nämlich ziemlich genau wie die Leute sich anstecken: Durch stehende Aerosole.</p>
<p>Und auch in welchen Situationen: Wenn die Leute sich vertraut sind und gesellige Runden ohne Abstand veranstalten.</p>
<p>Die Diskussion ob das nun in Schulen, auf Hochzeiten, Geburtstagen, im Theater, im Restaurant, auf der Arbeit oder im ÖPNV auf dem Weg dorthin passiert ist sinnlos. Wenn man den Leuten die Möglichkeit nimmt, ist die Ansteckungsgefahr auf jeden Fall gemindert. </p>
<p>Ich bin mir absolut sicher dass ein Doktor in Physik dabei hilft Expotentialrechnung zu verstehen, man muss die Schlussfolgerung aber auch prägnant erläutern. Schließlich liest nicht jeder den RKI-Bericht und kann sich abstrakt vorstellen welche Schlussfolgerungen zu ziehen sind.</p>
<p>Würde täglich gesagt wir brauchen für die heutigen 20.000 Neuinfektionen in 30 Tagen ca. 1000 Intensivbetten und 3000 Überwachungsbetten, sähe die Welt vielleicht anders aus.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Marcus Raitner		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7002</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marcus Raitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 12:31:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-7002</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-6999&quot;&gt;Titus von Unhold&lt;/a&gt;.

Danke für die interessanten Links. Ich fühle mich auch gut informiert, aber in meinem Kopf ergibt das noch kein schlüssiges Bild, sondern viele Widersprüche, angefangen bei der Frage, ob wir das richtige in der richtigen Weise messen, über wie groß das Problem wirklich ist bis hin zu welche Maßnahmen wirklich wirken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Titus von Unhold.</p>
<p>Danke für die interessanten Links. Ich fühle mich auch gut informiert, aber in meinem Kopf ergibt das noch kein schlüssiges Bild, sondern viele Widersprüche, angefangen bei der Frage, ob wir das richtige in der richtigen Weise messen, über wie groß das Problem wirklich ist bis hin zu welche Maßnahmen wirklich wirken.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Marcus Raitner		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7001</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marcus Raitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 12:24:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-7001</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7000&quot;&gt;Titus von Unhold&lt;/a&gt;.

Es ging mir weniger um den Test als solchen, sondern um die Aussagekraft durch die Art und Weise wie er eingesetzt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Titus von Unhold.</p>
<p>Es ging mir weniger um den Test als solchen, sondern um die Aussagekraft durch die Art und Weise wie er eingesetzt wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Titus von Unhold		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-7000</link>

		<dc:creator><![CDATA[Titus von Unhold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 12:09:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-6992&quot;&gt;Rainer&lt;/a&gt;.

Der PCR-Test ist absolut genau. Es werden zwar gelegentlich Fehler bei der Entnahme oder im Labor gemacht, aber das ist angesichts von abermillionen Testungen nicht relevant.

https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/pcr-tests-genau/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Rainer.</p>
<p>Der PCR-Test ist absolut genau. Es werden zwar gelegentlich Fehler bei der Entnahme oder im Labor gemacht, aber das ist angesichts von abermillionen Testungen nicht relevant.</p>
<p>https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/pcr-tests-genau/</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Titus von Unhold		</title>
		<link>https://raitner.de/2020/11/eigenverantwortung-statt-gehorsam/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=eigenverantwortung-statt-gehorsam/#comment-6999</link>

		<dc:creator><![CDATA[Titus von Unhold]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 12:07:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://fuehrung-erfahren.de/?p=13280#comment-6999</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Die Zeit der Appel­le und Gebo­te ist seit dem Früh­jahr vor­bei und über den Som­mer wur­de es ver­säumt, auf eine lang­fris­ti­ge Stra­te­gie auf Basis der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Eigen­ver­ant­wor­tung mün­di­ger Bür­ger (Aus­nah­men bestä­ti­gen auch hier nur die Regel) umzuschwenken. &quot;

Da halte ich es mit Herfried Münkler: Große Teile des Volkes sind dumm! Und so muss man sie auch behandeln!

https://www.deutschlandfunkkultur.de/politikwissenschaftler-herfried-muenkler-grosse-teile-des.990.de.html?dram:article_id=371845

&quot;Wir alle, auch die Regie­rung und die Wis­sen­schaft, haben mehr Fra­gen als Ant­wor­ten.&quot;

Nein, ich nicht. Ich höre von Beginn an den Drostenpodcast im NDR, lese täglich das Ärzteblatt, Spektrum der Wissenschaft und Nature. Ich fühle mich sehr gut informiert und sehe übnerhaupt keine offenen Fragen. In meiner Umgebung hingegen sind die Leute überrascht dass &quot;jetzt auf einmal&quot; die Fallzahlen steigen, obwohl Modellierer das bereits im April prognostiziert haben. Auch der zweite Shutdown war von Wissenschaftlern garantiert worden. Und noch überraschter sind Durchschnittsmenschen wenn ich ihnen erkläre dass die Zahlen von heute das Infektionsgeschehen von vor 10 Tagen und wiedergeben. Und dass man daraus berechnen kann wie voll die Intensivstationen in 20 Tagen sein werden. Spoiler: Sehr voll, denn im Schnitt benötigt ein Covid-Patient 36 Tage Intensivbetreuung. Manche sogar ein halbes Jahr.

Und dadurch dass mindestens 30 Prozent der Infektionen asymptomatisch und wohl weitere 20 Prozent monosympthomatisch verlaufen und die sympthomatischen Verläufe drei Tage ansteckend sind bevor sie etwas merken, ist die Seuche ein Problem. Und ja, es kann sein dass die aktuelle Situation noch zwei bis drei Jahre dauert. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, wenn wir nicht die chinesische Bekämpfung wählen.

Meine tiefste Überzeugung ist: Es gibt keine Eigenverantwiortung in Deutschland. Egal ob Klimawandel, Feinstaub oder die Seuche: Die Leute sind einfach auf Konsum und Normalitätssucht getrimmt. Ich kenne kaum jemanden der sich wie ich täglich mehrere Stunden mit Politik als Hobby/Lebensinhalt beschäftigt.

Und hier noch eine studie dazu: &quot;Bevölkerungsschutz-Forscher der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften haben in einer breit angelegten Studie 7.200 Verhaltensweisen von Menschen in Deutschland während der Corona-Krise analysiert und einen potenziellen Krisenkatalysator festgestellt: 50 Prozent der Teilnehmenden beschreiben zwar einen prosozialen Umgang mit der aktuellen Situation, bei den anderen 50 Prozent überwiegt aber antisoziales und egoistisches Verhalten.&quot;

https://www.akkon-hochschule.de/newsreader/verhalten-in-der-corona-krise-50-prozent-der-menschen-in-deutschland-reagieren-egoistisch.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Zeit der Appel­le und Gebo­te ist seit dem Früh­jahr vor­bei und über den Som­mer wur­de es ver­säumt, auf eine lang­fris­ti­ge Stra­te­gie auf Basis der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und Eigen­ver­ant­wor­tung mün­di­ger Bür­ger (Aus­nah­men bestä­ti­gen auch hier nur die Regel) umzuschwenken. “</p>
<p>Da halte ich es mit Herfried Münkler: Große Teile des Volkes sind dumm! Und so muss man sie auch behandeln!</p>
<p>https://www.deutschlandfunkkultur.de/politikwissenschaftler-herfried-muenkler-grosse-teile-des.990.de.html?dram:article_id=371845</p>
<p>„Wir alle, auch die Regie­rung und die Wis­sen­schaft, haben mehr Fra­gen als Ant­wor­ten.“</p>
<p>Nein, ich nicht. Ich höre von Beginn an den Drostenpodcast im NDR, lese täglich das Ärzteblatt, Spektrum der Wissenschaft und Nature. Ich fühle mich sehr gut informiert und sehe übnerhaupt keine offenen Fragen. In meiner Umgebung hingegen sind die Leute überrascht dass „jetzt auf einmal“ die Fallzahlen steigen, obwohl Modellierer das bereits im April prognostiziert haben. Auch der zweite Shutdown war von Wissenschaftlern garantiert worden. Und noch überraschter sind Durchschnittsmenschen wenn ich ihnen erkläre dass die Zahlen von heute das Infektionsgeschehen von vor 10 Tagen und wiedergeben. Und dass man daraus berechnen kann wie voll die Intensivstationen in 20 Tagen sein werden. Spoiler: Sehr voll, denn im Schnitt benötigt ein Covid-Patient 36 Tage Intensivbetreuung. Manche sogar ein halbes Jahr.</p>
<p>Und dadurch dass mindestens 30 Prozent der Infektionen asymptomatisch und wohl weitere 20 Prozent monosympthomatisch verlaufen und die sympthomatischen Verläufe drei Tage ansteckend sind bevor sie etwas merken, ist die Seuche ein Problem. Und ja, es kann sein dass die aktuelle Situation noch zwei bis drei Jahre dauert. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, wenn wir nicht die chinesische Bekämpfung wählen.</p>
<p>Meine tiefste Überzeugung ist: Es gibt keine Eigenverantwiortung in Deutschland. Egal ob Klimawandel, Feinstaub oder die Seuche: Die Leute sind einfach auf Konsum und Normalitätssucht getrimmt. Ich kenne kaum jemanden der sich wie ich täglich mehrere Stunden mit Politik als Hobby/Lebensinhalt beschäftigt.</p>
<p>Und hier noch eine studie dazu: „Bevölkerungsschutz-Forscher der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften haben in einer breit angelegten Studie 7.200 Verhaltensweisen von Menschen in Deutschland während der Corona-Krise analysiert und einen potenziellen Krisenkatalysator festgestellt: 50 Prozent der Teilnehmenden beschreiben zwar einen prosozialen Umgang mit der aktuellen Situation, bei den anderen 50 Prozent überwiegt aber antisoziales und egoistisches Verhalten.“</p>
<p>https://www.akkon-hochschule.de/newsreader/verhalten-in-der-corona-krise-50-prozent-der-menschen-in-deutschland-reagieren-egoistisch.html</p>
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