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	Kommentare zu: Das schleichende Gift der Überregulierung	</title>
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		<title>
		Von: Marcus Raitner		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marcus Raitner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2025 17:54:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://raitner.de/2025/01/das-schleichende-gift-der-ueberregulierung/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=das-schleichende-gift-der-ueberregulierung/#comment-7794&quot;&gt;Oli Schlecht&lt;/a&gt;.

Hallo Oli, danke für deine ausführlichen Ergänzungen. Die Größe und damit die Anonymität spielen sicherlich eine Rolle. Danke auch, dass du mit gutem Beispiel vorangehst. Das macht dich in meinen Augen nicht zu einem spießigen Nörgler ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf Oli Schlecht.</p>
<p>Hallo Oli, danke für deine ausführlichen Ergänzungen. Die Größe und damit die Anonymität spielen sicherlich eine Rolle. Danke auch, dass du mit gutem Beispiel vorangehst. Das macht dich in meinen Augen nicht zu einem spießigen Nörgler ;-)</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Oli Schlecht		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli Schlecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 21:46:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Marcus, 
ich versuche das mal mit meiner Beobachtung zu ergänzen/kommentieren.
Auf Basis meiner Erfahrungen würde ich das so interpretieren: Je größer/anonymer die Gruppe wird, je mehr Regeln werden aufgestellt bzw. sind notwendig. Das hängt ggf. damit zusammen, dass Einzelne in der Menge untertauchen können und mit ihrem non-konformen Verhalten zu den gemeinschaftlich vereinbarten non-verbalen Regeln nicht weiter auffallen. Gleichzeitig ist einer größeren Gruppe die Hemmschwelle diese Einzelnen non-konform handelnden Personen anzusprechen und mit ihnen im Diskurs die Gruppen-Regeln (neu) auszulegen deutlich schwieriger. 
Im 7er Scrum-Team müssen alle Regeln diskutiert - aber nicht dokumentiert werden. Die Gruppe bestimmt ihre Normen und Werte. Der gemeinsame Nenner kann einfach hergestellt werden und neue Team Mitglieder werden schnell darauf eingeschworen. Gleichzeitig ist die Gruppe ausreichend agil um Veränderungen zu erkennen und zu adaptieren.

Je größer die Gruppe wird, je schwieriger wird dieser Prozess.
In einem Konzern bedarf es Gremien die Themen diskutieren und neue Regeln definieren - die dann dokumentiert und kommuniziert werden. 

In der Gesellschaft übernehmen diese Rolle Parteien, NGOs, Verbände und Lobbiisten. Am Ende gibt es ein Gesetz. Und weil es ausreichend Menschen gibt die hier non-konform agieren und in der Masse untertauchen, werden Regeln verschärft.

Es würde kein Böllerverbot notwendig sein, wenn die Gesetze von alles beachtet würden - da aber einige wenige in der Masse meinen unterzugehen, nutzen sie diese Deckung um non-konform mit Böllern auf Menschen, Polizei, Feuerwehr und Rettungskräft zu schießen. 
Wäre das ein 7er Team, wäre die Sache schnell ausdiskutiert. 

Es ist also weniger der Verlust an Eigenständigkeit und Reslienz sonder mehr das Unvermögen der aktuellen Generationen solchen Menschen gegenüberzutreten und denen die (demokratische) Stirn zu bieten.

Noch ein Beispiel: Beim letzten Kippen-Sammeln habe ich in Poing am Busbahnhof vor dem Marktplatz die Kippen aus den Pflastersteinen geklaubt. Es war zur Wiesn-Zeit und es wollte ein junger Mann mit seinem PKW diese Stelle durchfahren. Hier ist aber die Durchfahrt für PKWs nicht erlaubt - ist aber der schnellste Weg zum Parkhaus. Ich habe versucht ihm das freundlich zu erklären - es war ihm aber egal. Darauf habe ich mich vor das Auto gestellt und ich war mir nicht sicher, ob mich gleich umfährt. 

Die Regel ist einfach: Das darf (aus gutem Grund) kein PKW fahren. Trotzdem machen das täglich zig PKWs, Lieferwagen und LKWs. Es ist ja schließlich niemand da, der sich darum kümmert. Und ohne Kläger eben auch keinen Richter. Es braucht da aber auch keine Polizei zur Kontrolle, wenn es jeder das Verbotsschild akzeptieren würde.  
Wenn das aber keiner macht und irgendwann dort ein Kind vom Fahrrad geholt wird, dann wird da eben ein Blitzer installiert der alle Fahrzeuge &#060;5t sicherstellt. 

Wir sind also in der Gesellschaft selbst Schuld, wenn Regeln immer weiter erweitert werden. Einfach Vorbild sein und es nicht tun und andere darauf aufmerksam machen, wenn sie die gesellschaftlich vereinbarten Regeln nicht einhalten. 

Und ja - ich komme mir langsam alt und spießig vor, wenn ich (jüngere) Mitmenschen daran erinnere, dass ihr Verhalten nicht konform unserer Regeln ist. In der Firma ist das zum Glück noch besser, da überzeugen die Argumente. Auf der Straße bekomme ich nur einen dummen Kommentare und habe inzwischen Angst davor, dass neben frechen Worten noch ein Messer zum Vorschein kommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Marcus,<br>
ich versuche das mal mit meiner Beobachtung zu ergänzen/kommentieren.<br>
Auf Basis meiner Erfahrungen würde ich das so interpretieren: Je größer/anonymer die Gruppe wird, je mehr Regeln werden aufgestellt bzw. sind notwendig. Das hängt ggf. damit zusammen, dass Einzelne in der Menge untertauchen können und mit ihrem non-konformen Verhalten zu den gemeinschaftlich vereinbarten non-verbalen Regeln nicht weiter auffallen. Gleichzeitig ist einer größeren Gruppe die Hemmschwelle diese Einzelnen non-konform handelnden Personen anzusprechen und mit ihnen im Diskurs die Gruppen-Regeln (neu) auszulegen deutlich schwieriger.<br>
Im 7er Scrum-Team müssen alle Regeln diskutiert – aber nicht dokumentiert werden. Die Gruppe bestimmt ihre Normen und Werte. Der gemeinsame Nenner kann einfach hergestellt werden und neue Team Mitglieder werden schnell darauf eingeschworen. Gleichzeitig ist die Gruppe ausreichend agil um Veränderungen zu erkennen und zu adaptieren.</p>
<p>Je größer die Gruppe wird, je schwieriger wird dieser Prozess.<br>
In einem Konzern bedarf es Gremien die Themen diskutieren und neue Regeln definieren – die dann dokumentiert und kommuniziert werden. </p>
<p>In der Gesellschaft übernehmen diese Rolle Parteien, NGOs, Verbände und Lobbiisten. Am Ende gibt es ein Gesetz. Und weil es ausreichend Menschen gibt die hier non-konform agieren und in der Masse untertauchen, werden Regeln verschärft.</p>
<p>Es würde kein Böllerverbot notwendig sein, wenn die Gesetze von alles beachtet würden – da aber einige wenige in der Masse meinen unterzugehen, nutzen sie diese Deckung um non-konform mit Böllern auf Menschen, Polizei, Feuerwehr und Rettungskräft zu schießen.<br>
Wäre das ein 7er Team, wäre die Sache schnell ausdiskutiert. </p>
<p>Es ist also weniger der Verlust an Eigenständigkeit und Reslienz sonder mehr das Unvermögen der aktuellen Generationen solchen Menschen gegenüberzutreten und denen die (demokratische) Stirn zu bieten.</p>
<p>Noch ein Beispiel: Beim letzten Kippen-Sammeln habe ich in Poing am Busbahnhof vor dem Marktplatz die Kippen aus den Pflastersteinen geklaubt. Es war zur Wiesn-Zeit und es wollte ein junger Mann mit seinem PKW diese Stelle durchfahren. Hier ist aber die Durchfahrt für PKWs nicht erlaubt – ist aber der schnellste Weg zum Parkhaus. Ich habe versucht ihm das freundlich zu erklären – es war ihm aber egal. Darauf habe ich mich vor das Auto gestellt und ich war mir nicht sicher, ob mich gleich umfährt. </p>
<p>Die Regel ist einfach: Das darf (aus gutem Grund) kein PKW fahren. Trotzdem machen das täglich zig PKWs, Lieferwagen und LKWs. Es ist ja schließlich niemand da, der sich darum kümmert. Und ohne Kläger eben auch keinen Richter. Es braucht da aber auch keine Polizei zur Kontrolle, wenn es jeder das Verbotsschild akzeptieren würde.<br>
Wenn das aber keiner macht und irgendwann dort ein Kind vom Fahrrad geholt wird, dann wird da eben ein Blitzer installiert der alle Fahrzeuge &lt;5t sicherstellt. </p>
<p>Wir sind also in der Gesellschaft selbst Schuld, wenn Regeln immer weiter erweitert werden. Einfach Vorbild sein und es nicht tun und andere darauf aufmerksam machen, wenn sie die gesellschaftlich vereinbarten Regeln nicht einhalten. </p>
<p>Und ja – ich komme mir langsam alt und spießig vor, wenn ich (jüngere) Mitmenschen daran erinnere, dass ihr Verhalten nicht konform unserer Regeln ist. In der Firma ist das zum Glück noch besser, da überzeugen die Argumente. Auf der Straße bekomme ich nur einen dummen Kommentare und habe inzwischen Angst davor, dass neben frechen Worten noch ein Messer zum Vorschein kommt.</p>
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